Begleitprogramm

2015

Zum vierten zwischentag am 4. Juli 2015 in Erlangen gibt es wieder ein durchgängiges Begleitprogramm mit Vorträgen von 11 bis 17 Uhr. Kleine Änderungen kann es noch geben:

11 Uhr - Begrüßung durch Felix Menzel

11:15 Uhr – Gereon Breuer: Das Spiel nationaler Interessen zwischen Krieg und Frieden

12 Uhr – Uwe Lammla: Deutsche Passion (Gedichte)

12:45 Uhr – Thomas Hüttner (DER ECKART) und Jan Ackermeier: 200 Jahre Deutsche Burschenschaft

13:30 Uhr - PAX Europa: Allah und IS, Mohammed und Charlie Hebdo

14:15 Uhr – Identitäre Bewegung: Der große Austausch

15:00 Uhr – Peter Feist (COMPACT): Geopolitik und Einwanderung

15:45 Uhr – Verlag Antaios: Das Heerlager der Heiligen und andere Neuerscheinungen

16:30 Uhr – Felix Menzel: Repressive Toleranz und die globalen Ursachen der Masseneinwanderung

17 Uhr – Offene Diskussion, Ausklang des vierten zwischentages

Ausführliche Vorankündigung des Vortrags über Repressive Toleranz:

 

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Zu Toleranz aus Vernunft oder Moral sind sicherlich viele Individuen fähig und es ist eine auf den ersten Blick eine erfreuliche Entwicklung, daß Menschen weltweit aufgrund der medialen Vernetzung an Empathie gewinnen.

Doch große Organisationen, Netzwerke, Unternehmen und Staaten kennen Toleranz nur als Mittel zum Zweck. Sie darf nur so weit gehen, wie sie den eigenen Interessen dienlich ist. Damit ist der Kontrollverlust vorprogrammiert. Die „Quadratur des Kreises aus Wohlstand, sozialem Zusammenhalt und politischer Freiheit“ (Ralf Dahrendorf) muß mißlingen, führt aber nicht etwa zu Revolutionen und Umbrüchen.

In den permanent gewordenen Ausnahmezuständen – Finanzkrise, Terrorismus, Massenmigrationen, …  – greift die herrschende Klasse vielmehr überraschend erfolgreich auf repressive Maßnahmen zurück, die darauf abzielen, das Verhalten der „toleranten Gesellschaft“ so zu steuern, daß sie nicht auseinanderfällt. Unterschwellig laufen diese Maßnahmen, die als notwendige Anpassungen an eine sich rasant wandelnde Welt verkauft werden, immer auf dasselbe hinaus: Alle Menschen der Welt sollen ihre kulturelle Identität aufgeben, sich „flexibel“ verhalten und als „Humankapital“ und Konsumenten funktionieren.

Es wird in diesen Ausnahmezuständen also um Toleranz und Verständnis für die neuesten Zumutungen geworben und jeder, der sich um seinen Arbeitsplatz und gesellschaftliches Ansehen sorgt, macht zähneknirschend das, was von ihm verlangt wird. Eine wehrhafte Reaktion auf diese „repressive Toleranz“ kommt immer nur für wenige, mutige Abweichler in Frage. Ihre als Notwehr erfolgende Verteidigung des Eigenen kann jedoch nur erfolgreich sein, wenn zugleich eine Antwort auf die Globalisierung formuliert wird. Wer die Welt der Anderen nämlich mit politischen, ökonomischen oder militärischen Mitteln zerstört, braucht sich nicht zu wundern, wenn diese Anderen den eigenen Kristallpalast stürmen.

Ich wünsche mir deshalb eine Welt, in der jeder gerne in seiner Heimat lebt. Dies ist eine Vision. Wir werden ihr nur näher kommen, wenn wir begreifen, was repressive Toleranz in der heutigen globalisierten Welt bedeutet.

2014

11:00 Uhr: Konservative Bildungsideale
11:30 Uhr: Forum für Zeitgeschichte (Projektvorstellung)
12:00 Uhr: Präsentation des Telesma-Verlags
12:30 Uhr: Lesung aus einem „erzkonservativen Bildungsroman mit liberalen Eselsohren“
13:00 Uhr: Phalanx Europa: Identitäre Mode
13:30 Uhr: Vor Ort Politik machen – AfD-Stadträte berichten.

 

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14:00 Uhr: Ahriman-Verlag und Peter Priskil:

Der Kalte Krieg. Wie der Mono-Imperialismus in die Welt kam.

Unsere Messe ist bekannt für kontroverse Debatten. Bei dieser Diskussion um die Weltpolitik wird es um die Frage gehen, ob sich Deutschland einen anderen Partner als die USA leisten kann.

Peter Priskils Werk über den Kalten Krieg zeigt auf, wie US-Amerika über die totgerüstete Leiche einer spätstalinistisch degenerierten Sowjetunion zur Weltherrschaft gelangte. Eines sei vorab verraten: garantiert nicht wegen der angeblichen Überlegenheit der »freien Marktwirtschaft« oder gar der »Demokratie«, wie die Nachplapperer schwätzen, die Professoren dozieren und die Journaille rülpst.

 

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15:00 Uhr: Verlag Antaios und Götz Kubitschek

In der edition nordost erscheint seit gut einem Jahr „schöne Literatur“. Einige der Romane (Hirnhunde, Wer gegen uns?, …) könnten Kultbücher der konservativen Szene werden. Götz Kubitschek:

Es ist – daraus mache ich keinen Hehl – ein Wagnis, einem konservativen, an politische und historische Literatur gewöhnten Lesepublikum nun plötzlich Romane nahezubringen (obwohl mir selbst nicht einleuchtet, daß es Leser gibt, die keine Schöne Literatur zur Hand nehmen).


16:00 Uhr: 10 Jahre Blaue Narzisse

Buchvorstellung: Nazivorwurf. Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein.

SONY DSCFelix Menzel stellt Band IV der Reihe BN-Anstoß vor: In diesem Jahr feiert die Blaue Narzisse ihr zehnjähriges Bestehen. Am Anfang war da nur eine kleine Gruppe Chemnitzer Schüler, die entdeckt hatte, daß sie „patriotisch“ empfindet und deutsche Interessen vertreten sehen will. Die Folge: Lehrer, Presse und Politiker schlugen mit der Nazikeule auf sie ein. Doch die jungen Zeitungsmacher ließen sich davon nicht beirren: Den absurden Nazi-Vorwürfen zum Trotz suchten sie den Weg von einem oberflächlichen Patriotismus hin zu einem tieferen Verständnis ihrer Kultur.

2013

Auf dem 2. zwischentag gibt es zwei Podien:

Auf dem Politik-Podium geht es um die großen aktuellen Themen, die Deutschland und insbesondere das konservative Lager bewegen. Alle Diskussionen werden moderiert. Das voraussichtliche Programm des Politik-Podiums:

 

10:15-10:35 Uhr: Präsentation des Arktos-Verlags

 

10:45-11:05 Uhr: Buchpräsentation: Junges Europa. Szenarien des Umbruchs
Teilnehmer: Philip Stein (Autor von Junges Europa. Szenarien des Umbruchs), Thomas Hüttner (DER ECKART – Vorbild Österreich), Philippe Vardon (Protest in Frankreich)

 

11:15-11:35 Uhr: Präsentation der Zeitschrift Sezession.

 

11:45-12:20 Uhr: Podiumsdiskussion über „Öko-Nihilismus“.
Teilnehmer: Edgar L. Gärtner (Autor des Buches Öko-Nihilismus. Eine Kritik der Politischen Ökologie), Erik Lehnert (Geschäftsführer des Instituts für Staatspolitik)

 

12:45-13:05 Uhr: Präsentation des Verlags Antaios: Neuerscheinungen, Pläne, Strukturen
Teilnehmer: Götz Kubitschek (Verleger) und Manfred Kleine-Hartlage (Die liberale Gesellschaft und ihr Ende).

 

13:15-13:50 Uhr: Podiumsdiskussion über den „Nationalsozialistischen Untergrund und den Prozeß gegen Beate Zschäpe“.

 

14:00-14:35 Uhr: Podiumsdiskussion über konservative Bildungszentren.
Teilnehmer: Felix Menzel (Blaue Narzisse und Leiter des Zentrums für Jugend, Identität und Kultur in Dresden), Andreas Lichert (Projektwerkstatt Karben)

 

14:45-15:20 Uhr: Podiumsdiskussion über die „Massen-Uni“.
Teilnehmer: Prof. Dr. George Turner (ehemaliger Senator für Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin), Dr. Karlheinz Weißmann (Gymnasiallehrer und wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Staatspolitik)

 

15:30-16:05 Uhr: Podiumsdiskussion über die Zukunft der Burschenschaft.
Teilnehmer: Michael Paulwitz (Schriftleiter Burschenschaftliche Blätter), Friedrich Engelke (Jurist, Kritiker des Dachverbandes Deutsche Burschenschaft)

 

16:15-16:50 Uhr: Präsentation der Arbeit des Instituts für Staatspolitik mit Dr. Erik Lehnert.

 

17:00-17:35 Uhr: Podiumsdiskussion über die Identitäre Bewegung und „rechte“ Projekte in Europa.
Teilnehmer: Markus Willinger (Arktos-Verlag), Philippe Vardon (Frankreich) sowie Aktivisten der Identitären Bewegung aus Deutschland und Österreich

 

17:45 Uhr-18:05 Uhr: Im Gespräch mit Gabriele Adinolfi vom Centro Studi Polaris (Italien)

 

Auf dem neuen Kultur-Podium, das es auf dem 2. zwischentag das erste Mal gibt, erhalten die Künstler, Literaten und Musiker die Gelegenheit, ihre Werke vorzustellen. Dieses Programm ist eine wichtige Neuerung, die den Initiatoren des zwischentags sehr am Herzen liegt. Denn konservativ zu sein, bedeutet ja gerade, abseits aller Erregungskurven der Öffentlichkeit das Immer-Gültige und die Kultur in den Vordergrund zu rücken.

Das voraussichtliche Kultur-Programm:

11:15-11:35 Uhr: Präsentation
Blaue Narzisse: Franz-Kafka-Jugendkulturpreis. Der Erstplatzierte Alexander Schleyer präsentiert seine Gedichte.

 

11:45-12:05 Uhr: Lesung
Telesma: Till Röcke: Radardenker – Gottfried Benns Prosa der Phase II. Der Dichter zwischen Politik und Nihilismus.

 

12:15-12:35 Uhr: Präsentation
Siegfried Gerlich stellt sein neues Buch Richard Wagner. Die Frage nach dem Deutschen vor.

 

13:15-13:50 Uhr: Präsentation
archium: „Ge-cloud wird hier nicht – echt konservative Langzeitarchivierung im Zeitalter virtueller Wolken und anderer Luftschlösser“

 

14:00-14:35 Uhr: Bildpräsentation
Manuel Ochsenreiter: Lichtbildvortrag über Syrien

 

14:45-15:20 Uhr: Buchpräsentation mit Lesung
Der Verlag Inspiration Un Limited präsentiert die erste umfassende Darstellung der westgermanischen Sprache des 5. Jahrhunderts mit Lesung kurzer westgermanischer Texte.

 

15:30-16:05 Uhr: Präsentation
Verlag Antaios: nordost: Ist die Neue Rechte literarisch aufnahmefähig? – Eine neue Buchreihe bei Antaios

 

16:15-16:50 Uhr: Lesung
Telesma: Thomas Barthélemy: Vorstellung seines Romans Von kommenden Stürmen (Der Laterale Roman, Bd. 1) durch Dr. Baal Müller und Lesung des Autors aus seinem Werk.

 

17:00-17:20 Uhr: Vortrag von Hubert Döring über den Stand der Bildenden Kunst in Deutschland: „Mehr Mut zum Hirsch!“

 

17:30-18:00 Uhr: Konzert
Sacha Korn: Konzert mit Akustikgitarre

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2012

Den ganzen Messetag über bieten die Aussteller in einem Saal für jeweils rund 100 Hörer ein Begleitprogramm an: Lesungen, Präsentationen, Podiumsdiskussionen. Diese Kurzveranstaltungen dauern zwischen 15 und 35 Minuten. Änderungen behalten wir uns vor: Bitte beachten Sie am Messetag den gültigen Aushang.

Das unten aufgeführte, vollständige Programm ist hier im pdf-Format verfügbar.